
In dem Werk „Die Versammlung“ verdichten sich dunkelbraune und tiefschwarze, grafische Elemente zu einer spannungsvollen, fast architektonischen Struktur. Die eleganten, an den Jugendstil erinnernden Linien entspringen keiner rein rationalen Konstruktion am Tag, sondern wurden im Zustand des luziden Traums präzise visualisiert und noch in der Nacht unmittelbar als Skizze fixiert.
Das Bild dokumentiert so das unzensierte Aufeinandertreffen von Kontrolle und Unbewusstem: Die Formen scheinen sich wie Akteure in der Dunkelheit zu formieren, um eine geheimnisvolle, feierliche Ordnung zu stiften. Es entsteht ein monumentales Spannungsfeld aus fließender Ornamentik und strenger grafischer Setzung, das die Tradition der expressiven Nachkriegsmalerei zeitgenössisch in das Medium des Traums übersetzt.
Die Somnambule Linie „Die Versammlung“ gehört zu Mara Thelling„` s Arbeiten aus der Meisterklasse bei Prof. Markus Lüpertz.

