

In dem Werk „Eden“ bricht das luzide Traumerlebnis in eine vibrierende, zeitgenössische Ikonografie auf. Vor einem monolithischen, goldenen Hintergrund formieren sich mehrere kreisförmige und geschwungene Neon-Elemente, deren organische Dynamik unmissverständlich an Schlangenformen erinnert – gipfelnd in einer Form, die durch eine explizite Schlangenzunge charakterisiert ist.
Das Bild nutzt das Gold als kunsthistorisches Symbol für das Sakrale und Zeitlose, bricht diese Tradition jedoch radikal durch die künstliche, lumineszierende Intensität der geträumten Neonfarben. „Eden“ inszeniert den biblischen Sündenfall nicht als historische Erzählung, sondern als nächtliche Epiphanie. Es ist eine collagenartige Versammlung aus archaischem Mythos und moderner Signalwirkung, die die im Klartraum erlebte, hyperreale Intensität direkt auf die Leinwand übersetzt.
